König

Anmerkung des Administrators:

Dieser Artikel bezieht sich im folgenden auf die jeweils angegebenen Quellen. Er entspricht nicht in allen Details den offiziellen Richtlinien der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft und spiegelt auch nicht die Meinung des Administrators wider.

Der offizielle Ablauf zur Ermittlung des Schützenkönigs ergibt sich bei den Schützenfesten der Neuzeit durch die Schießordnung der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft.


Der Titel Schützenkönig stammt aus der Tradition des Bürgerschützenwesens. Zur Ermittlung eines neuen Schützenkönigs gibt es keine einheitlichen Regularien, sondern jeder Schützenverein legt diese selbst fest.

 

Das Schießen um den Königstitel wird in der Regel während eines Schützenfestes durchgeführt. Für die anschließende Proklamation des neuen Schützenkönigs wird dieser von seinem zu Hause oder einem örtlichen Gasthof samt seinem Hofstaat abgeholt und in einem großen Umzug zum Festplatz oder zum Festzelt begleitet. Die Feierlichkeiten des Schützenfestes können mehrere Tage andauern.

Quelle: www.wikipedia.de


In ihrem Buch "Das Schützenfest als kultureller Sonderfall" beschreibt Nadine Hampel die Ermittlung des Schützenkönigs in Altena wie folgt:

In der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft hat der Schießsport keinen großen Stellenwert, wohl aber das Vogelschießen während des Schützenfestes. Der dabei ermittelte beste Schütze kriegt zunächst einen Eichenkranz um den Hals gehangen, wird dann zum König proklamiert und mit einer Kette geschmückt.

 

Der beste Schütze!?

Es bestehen Schieß- und Marschordnungen, wobei die Reihenfolge vor dem anstehenden Fest ausgelost wird. Nachdem alle Züge und Kompanien geschossen haben, die Insignien des Adlers gefallen und damit die Preisschützen ermittelt sind, steht das Königsschießen an, welches vom Vorstand ausgetragen wird.

Seit der Nachkriegszeit gibt es allerdings eine gravierende Veränderung. Obwohl der Schuss auf den Vogel noch immer regelkonform ausgeführt wird, wird hier nicht mehr der beste Schütze ermittelt, der daraufhin als König proklamiert wird, sondern er wird im Vornherein bestimmt.

Die Auswahl unterliegt vor allem dem Repräsentanzgedanken und der Tatsache, dass sich der Kandidat in der Gesellschaft engagiert haben sollte. Ein gewisses Kapital erhöht die Chancen, allerdings gibt es seit den 1960er Jahren einen Fonds der Gesellschaft, der dem König finanziell unterstützt, wenn dies nötig ist. Eine mögliche Zwei-Klassen-Gesellschaft innerhalb des Vereins wird so bestmöglich vermieden.

 

Wie alt muss der König sein?

Beim Schützenfest 1837 wurde der jüngste König in der Geschichte der FWG proklamiert; mit nur 18 Jahren.

Nachdem das Schützenfest vorbei war, wurde festgelegt, dass ab sofort jeder König mindestens 24 Jahren alt sein sollte.

 

Königin und Hofstaat 

Im Jahr 1869 erwählte sich der König zum ersten Mal eine Königin. Die Beschreibung dieses Brauchs lautet „der beste Schütze und die schönste Jungfrau“.

Seitdem gehört es zum Fest dazu, dass es König, Königin und Hofstaat gibt und die Festlichkeiten durch Paraden, Stadtrundfahrten und Weiteres ausgebaut wurden.

 

Und nach seiner Amtszeit? 

Der abtretende König wird automatisch Scheffe seiner Kompanie und rückt somit nach seiner Amtszeit in den erweiterten Vorstand der FWG.

 

Quelle: Nadine Hampel; Das Schützenfest als kultureller Sonderfall; 2010


Als Zeichen seiner Würde erhält der Schützenkönig der FWG

neben der Königskette, die der König nur bei offiziellen Anlässen während seiner Amtszeit trägt, noch Geschenke bzw. Preise, die er auch noch nach seiner Amtszeit behalten und tragen darf:

 

- an seine Ehrenpforte eine weitere Krone aus goldenem Lackpapier

- einen Königsorden

- im Jahr nach dem Schützenfest erhält er beim Königinnen-Ball einen silbernen Pokal