Festzelt

Altena hatte, im Gegensatz zu den meisten anderen schützenfestfeiernden Städten, in

seiner gesamten Geschichte noch nie eine Art Schützenhalle.

Es gibt natürlich große Säle, doch für ein Schützenfest sind diese ungeeignet. Daher musste schon früh eine andere Lösung gefunden werden, denn auf dem unbedachten Festplatz zu feiern stellte sich bald als problematisch dar.

 

Daher wurde ein Tanzzelt aufgestellt, in das sich die Schützen beispielsweise bei Regen flüchten konnten. Mit der steigenden Zahl der Schützen wurde auch das Zelt größer und bald darauf erhielt die Bierschänke Einzug ins Zelt.

 

Den Mittelpunkt des Treibens stellte also nun das Zelt dar und wie schon beschrieben fanden

sich später auch Vorläufer einer Kirmes auf dem Festplatz vor dem Zelt ein.

 

Seit längerer Zeit schon ist das Zelt etwas Exklusives, Männer erhalten nur Eintritt als Mitglied des Schützenvereins oder gegen ein Eintrittsgeld, Frauen hingegen haben uneingeschränkten Zutritt.

Das Zelt schafft eine besondere Atmosphäre, es hat eine ganz andere Akustik als

eine Halle und durch die Außergewöhnlichkeit eines überdimensionalen Zeltes wird das

Fest zusätzlich zu etwas Besonderem. Zudem muss erwähnt werden, dass das heutige

Festzelt Altenas aufgrund seiner besonderen Aufbauweise im Innenraum mit nur einer

zentralen Bühne und dem Thron die Gemeinschaft fast erzwingt.

 

Quelle: Nadine Hampel; Das Schützenfest als kultureller Sonderfall; 2010

Eintrittspreise*:

 

Für Mitglieder der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft und Frauen

ist der Eintritt ins Festzelt an allen Festtagen kostenlos.

 

Für Gäste gilt seit 2012 folgende Regelung:

- Der Donnerstagabend ist exklusiv den Mitglieder der Gesellschaft und den Frauen vorbehalten.

- Der Eintritt für Gäste am Freitag- und Samstagabend kostet jeweils 25,- EUR.

- Der Zutritt am Sonntagnachmittag (Seniorencafe) steht allen frei.



*Stand: 2012